Frage 1: Wenn ich bereits ein bestehendes Verpackungsdesign habe, können Sie es so anpassen, dass es den Recyclingstandards entspricht, ohne das Aussehen zu verändern?
Absolut – und das ist tatsächlich eine der häufigsten Anfragen, die wir erhalten. In den meisten Fällen können wir Ihre Markenfarben, die Struktur und das Gesamtbild beibehalten und gleichzeitig die problematischen Elemente austauschen. Das kann bedeuten, eine UV-Beschichtung durch einen wasserbasierten Lack zu ersetzen, ein PET-Fenster durch eine Papieröffnung zu tauschen oder die Klebstoffspezifikation anzupassen. Wir prüfen zunächst Ihre bestehenden Designdateien und teilen Ihnen genau mit, was geändert werden muss und warum. Die meisten Marken sind überrascht, wie wenig sich optisch ändern muss.
Frage 2: Wie lange dauert es, eine FSC- oder How2Recycle-Zertifizierung zu erhalten? Übernimmt TUOBO PACK diesen Prozess?
Die Zertifizierungszeiten variieren. Die FSC-Produktkettenzertifizierung dauert in der Regel 4–8 Wochen, wenn Sie sie neu beantragen. Da wir selbst bereits FSC-zertifiziert sind, können Ihre Produkte, die mit unseren zertifizierten Materialien hergestellt werden, das FSC-Label tragen, ohne dass ein separates Audit erforderlich ist. How2Recycle benötigt einen Labelantrag und eine Recyclingfähigkeitsprüfung – üblicherweise 3–6 Wochen. Wir übernehmen die Dokumentation, die Materialdatenblätter und die Korrespondenz für Sie. Sie konzentrieren sich auf Ihr Produkt, wir kümmern uns um den Papierkram.
Frage 3: Ich verkaufe sowohl in den USA als auch in der EU. Muss ich zwei unterschiedliche Normen erfüllen?
Ja – aber es ist einfacher, als es klingt. Die USA (How2Recycle) und die EU (PPWR) haben unterschiedliche Anforderungen, aber die Verpackungsspezifikationen, die den PPWR-Standards entsprechen, sind in der Regel strenger. Wenn Sie also zunächst die EU-Standards berücksichtigen, entspricht Ihre Verpackung meist auch den US-Vorgaben. Wir entwickeln die Verpackung für den anspruchsvollsten Markt in Ihrem Vertriebsgebiet und arbeiten uns von dort aus zurück. Wenn Sie uns die Länder nennen, in die Sie verkaufen, ermitteln wir die jeweiligen Anforderungen im Vorfeld.
Frage 4: Sind die Kosten für die Umstellung auf umweltverträgliche Materialien deutlich höher?
Es kommt darauf an, von welchem Material Sie umsteigen. Der Wechsel von PE-Laminat zu wasserbasierter Beschichtung ist beispielsweise bei größeren Abnahmemengen oft kostenneutral oder sogar etwas günstiger pro Einheit. Der Ersatz von PET-Fensterfolie durch eine gestanzte Papieröffnung kann die Materialkosten senken und gleichzeitig die Optik aufwerten. Die Kosten steigen zwar durch Zertifizierung und Prüfung – diese fallen jedoch einmalig oder jährlich an und nicht pro Einheit. Wir stellen Ihnen vor Vertragsabschluss eine detaillierte Kostenaufstellung zur Verfügung, damit Sie genau wissen, was Sie vergleichen.
Frage 5: Wie hoch ist die Mindestbestellmenge für individuell gestaltete, umweltfreundliche Papierverpackungen?
Die Mindestbestellmengen variieren je nach Produkttyp. Bei individuell gestalteten Kartonverpackungen können wir Auflagen ab ca. 1.000–3.000 Stück realisieren, abhängig von Struktur und Spezifikation. Bei Pappbechern sind die Mindestbestellmengen aufgrund des Druck- und Werkzeugaufwands in der Regel höher. Wenn Sie eine neue Produktlinie oder einen neuen Markt testen, bieten wir Ihnen Musterläufe in kleinen Mengen speziell zur Konformitätsprüfung und Markterprobung an – wir möchten, dass Sie die Spezifikationen mit 500 Stück korrekt umsetzen, anstatt bei 50.000 Stück ein Problem zu entdecken.
Frage 6: Hält Ihre Verpackung auch ohne Kunststoffbeschichtung feuchten oder gekühlten Bedingungen stand?
Ja, und das ist eine der häufigsten Fragen von Lebensmittelherstellern. Wasserbasierte Barrierebeschichtungen haben sich stark weiterentwickelt. Für die meisten Anwendungen mit gekühlten und ungekühlten Lebensmitteln – Backwaren, Süßwaren, Trockenwaren, Kaffeebecher – bietet eine gut formulierte wasserbasierte Beschichtung ausreichenden Feuchtigkeitsschutz für die Haltbarkeit, ohne dass eine PE-Laminierung erforderlich ist. Bei Anwendungen mit direktem Gefrierpunkt oder hoher Luftfeuchtigkeit sprechen wir offen mit Ihnen über die Grenzen und schlagen Ihnen die beste verfügbare, konforme Alternative vor.
Frage 7: Meine Marke verwendet viel Metallic-Gold und -Silber. Muss ich darauf komplett verzichten?
Nicht ganz – aber die Vorgehensweise ändert sich. Standardmäßige Heißfolienprägung birgt in den meisten EU-Recyclingströmen ein Risiko, doch Trockenprägung in Kombination mit wasserbasierten Metallicfarben kann einen sehr ähnlichen optischen Effekt erzielen und die Recyclingprüfungen bestehen. Wir haben dies bereits für mehrere Premiummarken umgesetzt, die ihren Metallic-Look beibehalten wollten. Wir zeigen Ihnen stets Muster im direkten Vergleich, damit Sie sich selbst ein Bild machen können, anstatt sich nur auf unsere Aussage zu verlassen.